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Stuttgart beim Trinkwasser-Check schlecht abgeschnitten

Die Stiftung Warentest hat im Heft August 2016 einen Trinkwassertest mit 28 Städten und Kommunen veröffentlicht. Alle gemessenen Schadstoffwerte liegen unter den Grenzwerten. Stuttgart - hier Wasser der Landeswasserversorgung im Rathaus Stgt.-Mitte) - schneidet mit am schlechtesten ab: zusammen mit Sersheim die höchsten Nitratwerte, auch bei Chrom VI, das als krebserregend gilt, nimmt Stuttgart den 2.-schlechtester Platz ein. Auch bei Arzneimittelrückständen, Röntgenkontrastmitteln und Süßstoffen schneidet Stuttgart schlecht ab. Das wundert nicht, wird doch das Donauwasser für die LWV erst nach Ulm/Neu-Ulm abgegriffen - Stiftung Warentest, 8.2016, Seiten 25, 26, 27

Zuviel Nitrat im Stuttgarter Trinkwasser

Der Nitratgehalt des Bodenseewasser liegt bei 4,2 mg Nitrat/l, der des Landeswassers bei 24 mg/l - StZ, 9.3.2017. Das Land Baden-Württemberg setzt immer noch auf Freiwiligkeit hinsichtlich der Reduzierung der Düngemittel im Wasserschutzgebiet Doanauried - Land BW. Nitrat kann im Körper zu Nitrit umgewandelt werden. Nitrit steht im Verdacht, Krebs auszulösen, wenn es im Magen in Nitrosamine umgewandelt wird. Bei Säuglingen kann der Stoff den Sauerstofftransport im Blut behindern, bis sie blau anlaufen.

► Nitratkonzentrationen der 6 Trinkwasser-Fassungen der Landeswasser-Versorgung im Donauried bei Langenau - lw-online.de, Feb. 2017

LWV entnimmt mehr Wasser aus der Donau

Wegen des nach wie vor niedrigen Grundwasserspiegels muss die Landeswasser-Versorgung mehr Wasser aus der Donau entnehmen. Das Trinkwasser der LWV besteht inzwischen zu zwei Dritteln (!) aus Donauwasser - SWR, 12.4.2017.
Bisherige Trinkwasser-Zusammensetzung: 40 % Donauwasser, 40 % Grundwasser, 17% Quellwasser, 3 % Fremdbezug - LWV, April 2017

Immer mehr Stadtteile beziehen Landeswasser

Nach aktueller telefonischer Information der EnBW (22.3.2017) beziehen 55% der StuttgarterInnen Landeswasser, 45% Bodenseewasser. Früher bezogen viel mehr Stuttgarter Bodenseewasser. So beliefert EnBW inzwischen die Stadtteile Stammheim - tel. Auskunft EnBW, 22.3.2017 -, vermutlich ganz Zuffenhausen und einen großen Teil Feuerbachs mit Landeswasser.

Wasser-Stadtteilkarte ca. 2008

Wasserkarte_2008_250.jpg

. Karte 2015. Neuere liegt nicht vor

Wasserkarte_300_2015.png

Denn der m3-Preis Landeswasser kostet EnBW 1 Cent weniger als Bodenseewasser. So steigt der Gewinn der EnBW. Stuttgarter*innen zahlen für beide Wässer denselben Preis.

Trinkwasser bzw. Leitungswasser ist mit Chemie kontaminiert - Arte
. Trinkwasser: Das Lebensmittel wird
durch Nitrat bedroht - NDR


In verzinkten Trinkwasserleitungen werden vorhandene Nitrate im Trinkwasser durch das Zink in Nitrit reduziert. Dabei kann es zu einer bis zu 100-fachen Überschreitung des Grenzwertes für Nitrit kommen - Information - Eine Information der Stadt Münster: 'Gesundes Trinkwasser, auch eine Frage der Leitung' - Broschüre,

Trinkwasseranalysen

► EnBW-Analyse des Stuttgarter Trinkwassers - Mittelwerte 2015
► LWV-Trinkwasseranalyse - LWV, 2016
► BWV-Trinkwasseranalyse - BWV, 2016


Darf EnBW die beiden Seen verkaufen?

Der Katzenbach- und der Steinbachsee sind nach wie vor - wie auch die Vorderen Parkseen Bärensee, Pfaffensee, Neuer See - Bestandteil des Notwasserkonzepts unserer Stadt und somit Teil der Rekommunalisierung unserer Wasserversorgung (erfolgreiches Bürgerbegehren '100-Wasser'). Zudem: das gesamte Gebiet um die Seen ist ein besonderes Naturschutzgebiet mit seltenen Tier- und Pflanzenarten und muss allein schon deshalb vor jeder weiteren Nutzung geschützt werden ► Naturfreunde Vaihingen-Weilimdorf.
Und: Seen sind öffentliches Gut.

► 'Wasserforum fordert den Rückkauf der Seen' - StZ_Vaihingen, 20.12.2016
► 'Wasserforum sieht Seen als öffentliches Gut' - Cannstatter Zeitung, 21.12.2016
► Uneingikeit über Eigentumsrechte - StZ, 6.2.2017
► EnBW wird vorsichtiger - StZ, 14.2.2017

Im Wasserstreit weiter das Gericht gefragt

Differenz Preisvorstellungen deutlich über 200 Mio. €. Nächste Verhandlung über den Preis des Stuttgarter Wassernetzes am 10. Mai 2017 - StN, 9.2.2017

Streit um Netze in Baden-Württemberg

- Stuttgart gegen EnBW: Klage wegen des Wassernetzes, des Hochspannungs- und Hochdrucknetzes, des Fernwärmenetzes und wahrscheinlich noch wegen des Müllmengen-Vertrags - StZ, 24.10.16
Nach Auskunft von EBM Michael Föll reicht die Stadt die Klage gegen EnBW zur Herausgabe des Fernwärmenetzes noch dieses Jahr ein. Nächstes Jahr besteht wegen der Verjährungsfrist kein Anspruch mehr - Brief, EBM Föll, 26.10.16.

Der Kampf ums Wassernetz

Entscheidend ist und bleibt die Betriebsführung. Nur der Betreiber hat die Kontrolle über Investitionen ins Netz und über die Qualität des Wassers.

EnBW erhöht Wasserpreis in Stuttgart

Stadt ohne Einfluss - ► StN, 9.11.2015. Siehe auch Urteil zum hohen Trinkwasserpreis in Stuttgart. Und: Entwicklung des Wasserpreises - StZ, 6.9.2014

Urteil zum Trinkwasserpreis in Stuttgart

Das OLG kommt zum Ergebnis: der Preis für das Trinkwasser ist zu hoch - er liegt 30 % über dem Durchschnitt in B.-W. EnBW soll den BürgerInnen einmalig eine Rückzahlung leisten und darf dann den zu hohen Preis weiter verlangen! Auf den Rückkauf des Wassernetzes durch die Stadt wirkt sich dieses Urteil dahingehend aus, dass EnBW einen viel höheren Preis verlangen kann (Preisbestimmung nach dem Ertragswert). Ein Schelm, wer Böses denkt ...
StZ, 9.7.2015

Wasserpreis wieder Verhandlungssache - StZ, 13.2.2015
Gerhard Ruf, Richter Oberlandesgericht: "Was dauert auf diese Weise länger: Stuttgart 21 oder dieser Prozess?"

Keine Ewigkeitsrechte für EnBW

Das Landgericht BW stärkt die Position der Stadt Stuttgart gegenüber EnBW bezüglich des Rückkaufs der Wasserversorgung StN, 6.12.2014 - StZ, 6.12.2014 - Ein Konzessionsvertrag sei zeitlich begrenzt.

Privatisierung der Wasserversorgung in BW doch weiterhin möglich! - auf Empfehlung des Umweltausschusses (!) Gesetz zur Neuordnung des Wasserrechts in BW geändert - Text

Gesetz zur Neuordnung des Wasserrechts in BW

Hier ist insbesondere der § 44 hervorzuheben, der die öffentliche Trinkwasserversorgung stärkt:
„Die öffentliche Wasserversorgung obliegt der Gemeinde als Aufgabe der Daseinsvorsorge. Die Gemeinde kann sich zur Erledigung dieser Aufgabe Dritter bedienen. Die vollständige oder teilweise Übertragung dieser Aufgabe oder der zu ihrer Erfüllung erforderlichen Infrastruktur auf Private ist unzulässig..." Der Gesetzesbeschluss des Landtags - Drucksache 15/4404, 27.11.2013
Privatisierung der Wasserversorgung in BW doch weiterhin möglich! - auf Empfehlung des Umweltausschusses (!) Gesetz zur Neuordnung des Wasserrechts in BW geändert - Text

Zusätze im Stuttgarter Trinkwasser

EnBW-Anzeige - StZ, 7.12. 2015 - Die Bodenseewasser-Versorgung setzt dem Wasser Ozon und wegen des langen Transportes Chlorgas zu, die Landeswasserversorgung Calciumhydroxyd, Chlordioxid und Natruimorthophosphat. Welcher Stadtteil bezieht das Wasser von welchem Zweckverband: ► Karte

Chemie im Wasser - die unsichtbare Gefahr


EnBW Stuttgart Wasser GmbH !

Obwohl auch das Landgericht am 6.12.2014 klar gestellt hatte, dass EnBW die Wasserversorgung an die Stadt Stuttgart zurückgeben muss, gründet der Konzern im August 2015 eine EnBW Stuttgart Wasser GmbH ► Urkunde

Weitere Informationen zu Stuttgarter Stadtwerken

Link und Stadt Stuttgart - ► Link

Rückkauf des Wassernetzes vor dem Landgericht

Das Landgericht BW stärkt die Position der Stadt Stuttgart gegenüber EnBW bezüglich des Rückkaufs der Wasserversorgung StN, 6.12.2014 - StZ, 6.12.2014 - ein Konzessionsvertrag sei endlich

EnBW ist nicht bereit

den Wasserpreis rückwirkend bis August 2007 um ca. 30% zu senken, wie vom Landeskartellamt am gefordert (Verfügung vom 4.September) . Sollte die Entscheidung bestandskräftig werden oder sich die Kartellbehörde in einem möglichen Rechtsstreit durchsetzen (EnBW hat Klage angekündigt), könnte ein Vierpersonen-Haushalt mit ca. 900 € Rückzahlung rechnen.
Und: der Kaufpreis für die Leitungsnetze müssten sinken, da der Ertragswert dann niedriger angesetzt werden müsste - STZ, 6.9.2014 -

Der Grund- und Hausbesitzerverein gibt die Richtung vor:
Betrieb der Wasserversorgung durch EnBW, wie bei der Strom- und Gasversorgung - StN,7.3.2014

Der Kampf ums Wassernetz - KONTEXT, 25.9.13
► Streiten mit dem Freund und zukünftigen Partner? Stadt und EnBW vor dem Kadi - STZ, 28.2.2013


Jens Loewe, zum Rückkauf unserer Wasserversorgung, Rathaus Stgt. 2009
Wasserprivatisierung
kurz und knapp erläutert


OB Schuster bietet dem Energiemonopol erneut die Betriebsführung unserer Wasserversorgung an - unter Missachtung des erfolgreichen Bürgerbegehrens "100-Wasser". Brief an EnBW-Regional AG - Seite 2, Punkt 3. - Der Gemeinderat billigt dies - einstimmig - GRDrs 470/2012 - Protokoll der Sitzung

► So sicher fühlt sich EnBW als Wasserwächter Stuttgarts - StZ, 15.10.2013

► Kartellamt fordert EnBW auf, die Wasserpreis-Erhöhung in Stuttgart zurückzunehmen CZ, 27.5.2013

► EnBW erhöht den Wasserpreis um knapp 10 %, um beim Rückkauf der Wassernetze durch die Stadt statt der bisher veranschlagten 150 Mio.€ den 4-fachen Preis verlangen zu können, nämlich € 600 Mio - Text - Entwicklung des Wasserpreises - StZ, 6.9.2014


► Gemeinderat beabsichtigt, Kontrolle auch ab 2014 aus der Hand zu geben.
EnBW größter Grundbesitzer Stuttgarts Kontext 10.10.2012

Keine Privatisierung unseres Trinkwassers in Europa und nirgendwo!

Die geplante EU-Konzessions-Richtlinie sieht zwar Inhouse vor, aber es scheint so, dass gewaltige Pferdefüße eingebaut sind, die 'inhouse' in Zukunft unmöglich machen sollen - Text



Ist der Rückkauf unserer Grundversorgung wirklich zu teuer? Was kosten die anderen Netze: Strom-, Gas- und Fernwärme?

Vom Verkauf der TWS 2002 sind heute noch rund 700 Mio. €. in einem Fonds angelegt. Geld genug für den Rückkauf aller Netze! Die Unternehmensberatung Horvath hat den Preis der Wasserversorgung, des Strom- und des Gasnetztes auf 350 Mio. € veranschlagt. Die Stadt muss nicht einmal einen Kredit aufnehmen. Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor wäre es zudem fahrlässig, dieses Geld der BürgerInnen als Geldanlage bestehen zu lassen. Sie MUSS dieses Bürgereigentum sicher anlegen. Und es gibt nichts, was vom Wert beständiger und wichtiger ist als die Lebensgrundlagen der Stadt. Ausführlichere Darstellung - Text

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