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Neuer Erörterungstermin

Montag, 16.4.2018, 9.30h, Bezirksrathaus Bad Cannstatt - Regierungspräsidium, 9.2.2018

Neue Gefahr für den 2.-größten Mineralwasserschatz Europas

Die Bauarbeiten für S21 gefährden unser Mineralwasser aufs Höchste. Nun kommt eine weitere Gefährdung durch die geplante Müllverarbeitung und -lagerung im Hallschlag hinzu, auf wasserdurchlässigem Travertingestein. Mitten im Heilwasserschutzgebiet, im ehemaligen Lauster-Steinbruch, Neckartalstrasse 225. Das Projekt heißt 'Recyclingpark Neckartal', was sich erst mal wunderbar anhört. Aber laut Antrag der Firmen Karle, Degenkolbe, Fischer-Weilheim sollen jährlich bis zu 668 450 Tonnen Müll aller Art hier angeliefert werden, davon 55.950 Tonnen gefährliche Abfälle. Das sind 1076 Tonnen gefährliche Stoffe pro Woche. Hierzu gehören ua: Bleibatterien, Leuchtstoffröhren und andere quecksilberhaltige Stoffe, Geräte, die Fluorchlorkohlenwasserstoffe enthalten, Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht oder diese enthält, Asbesthaltige Stoffe. Beantragt sind bis zu 1000 LKW-und PKW-Fahrten pro Tag.
Wer kann garantieren, dass beim Umschlag/Lagerung von Gefahrenstoffen dieser Menge keine Giftstoffe ins Grundwasser und in die Mineralquellen gelangen? Was viele StuttgarterInnen nicht wissen: es gibt hier schon seit den 90er Jahren einen 'Recycling'-Betrieb. Dieser soll aufs 10-Fache vergrößert und auf Gefahrenstoffe ausgeweitet werden: ein zentraler Müllplatz für die Region Stuttgart. Der Antrag darf nicht genehmigt werden - und der bisherige Betrieb muss schnellstmöglich aufgekündigt werden!

Einsprüche gegen den Antrag von Karle & Fischer-Weilheim

● Umfassender Einspruch gegen die Genehmigung des Müllparks - Hans Heydemann, 22.12.17; ● Einwendung des Landesnaturschutzverbandes BW e.V., 5.12.17; ● krebserzeugender Quarzstaub durch Einsatz von Steinbrechern - Einspruch, 22.12.17 ● fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung - Einspruch, 12.2017; ● verschiedene Punkte Widerspruch, 3.12.17

Bezirksbeirat Bad Canstatt lehnt am 6.12. 2017 den Recyclingpark Neckartal mehrheitlich ab - Beschlussvorlage von SÖS LINKE Plus. Hierzu 9 Tage später ein Artikel in der Cannstatter Zeitung - CZ, 15.12.2017

Enorme archäologische Bedeutung des Travertin-Steinbruchs

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. Hier geht's zum Video - ► Filmausschnitt

1988, noch bevor das Gelände des Lauster-Travertin-Steinbruchs zum 'Recycling'platz wurde, fand eine Begehung von Stuttgarter Wissen-
schaftlern, (Archäologe, Geologe, Paläontologe) GemeinderätInnen und BürgerInnen statt. Sie wollten eine Verschandelung des Geländes verhindern. Im Filmausschnitt Herr Kuban, ehem. Mitarbeiter der Fa. Lauster und der Paläontologe Adam über die enorme Bedeutung der Fossilienfunde im Cannstatter Travertin - DVD: Hans Peter Kuban

Am 1. Oktober lagen im 'Recycling'-Park Neckartal unter freiem Himmel, dem Regen aus-
gesetzt, auf bloßen Boden: Elektroschrott, behandelte Hölzer, kurz Sondermüll. Schadstoffe können so ins Grund- bzw. Mineralwasser gelangen. Soll das verantwortungsvoll sein?

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Presse-Erklärung der Initiative gegen den Recyclingpark Neckartal GmbH v. 17.10.2017 - PE - Informationsblatt, 19.10.2017 - Rede über den Recyclingpark auf der Montagsdemo am 6.11.2017 - Barbara Kern - Barbara Drescher

Antrag der Gemeinderatsfraktion SÖS-Linke-Plus zum Vorhaben Recyclingpark - Antrag, 27.10.17 - Anfrage von B'90/DIE GRÜNEN - Offene Fragen, 27.10.17

► 'Heilquellen-Müllgebiet' - KONTEXT, Dietrich Heißenbüttel, 15.11.2017

► ► Unterschriftenliste gegen die Genehmigung des Recyclingparks Neckartal - Liste

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Mineralquellen-Schutzgebiet Stuttgart

gelb: Kernzone
blau: Innenzone
gelb-grün: Außenzone

Zum Vergrößern hier klicken
Quelle: www.geologie21.de - Link

Heilquellen-Schutzverordnung, 2002 -

Einspruch einlegen

gegen die Lagerung von wassergefährdendem Müll im Mineralquellen-Schutzgebiet. Neu, wegen bisher unvollständiger Unterlagen: vom 23.10.2017 bis 06.12.2017, per Post oder per Mail, Anschrift siehe Vorschläge - Vorschlag1, verschiedene Aspekte; - Vorschlag2, Wassergefährdung und Geologie; - Vorschlag3, Gefährdung und Kultur; - Vorschlag4, wassergefährend, weitere Emmissionsquelle, Drehkreuz für Abfälle der Region. Datum teilweise vorgegeben, Name, Anschrift und Unterschrift nicht vergessen. Vorher eingelegter Einspruch gilt weiter.

► Bekanntmachung des Regierungspräsidiums Stuttgart v. 29.12.2017: der Erörterungstermin wird wegen der vielen durchzuarbeitenden Einwände verschoben. Neuer Termin noch nicht bekannt: - Referat 54.2, 29.12.2017 - 'Verzögerungen beim Recyclingpark Neckartal' - CZ, 28.10.2017


Der Ursprung aller Mineralquellen in der Umgebung liegt im Muschelkalkvorkommen Bad Cannstatt, wo auch die Travertinquelle im Gebiet des Recyclingparks entspringt.

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. Neuer Eigentümer des Lauster-Areals ist die Recyclingpark Neckartal GmbH, die auf 35000 Quadratmetern den Recyclingpark Neckartal betreiben will. Auf einem Gebiet, das seit 2002 ausgewiesenes Schutzgebiet für Heilquellen ist. Bei dem Gelände handelt es sich um stark zerklüftetes Gestein, so dass von oben einsickerndes Wasser bis zur untersten Schicht durchdringen kann.

Unser Travertinpark

Ein Fenster in die Urzeit - bis heute - Informationsschrift
Als archäologische Stätte hat der Stuttgarter Travertin Weltrang, wie die 'Grube Messel' bei Darmstadt, heute ein Hotspot der Archäologie - Wikipedia. Auch die Grube Messel sollte zentrale Mülldeponie werden, für Südhessen, und ist heute - nach 20 Jahren Auseinandersetzung - Weltnaturerbe der UNESCO

Die prachtvollen Industriebauten im Travertin-Steinbruch Lauster sind Kulturerbe einer bedeutenden Ära des Travertinabbaues in Cannstatt und Deutschland. Sie stehen seit 1987 unter Denkmalschutz und sollten einer angemessenen Nutzung zugeführt werden, z.B. als Bildungs- und Touristenstätte genutzt werden.




Gefährlich Stoffe gehören nicht in die Hände von Privatfirmen, die natürlich Gewinn erwirtschaften müssen. Beispiel Hamburg: neuer kommunaler Recyclingbetrieb u.a.


Mineralwasser-Führung zu den Brunnen in Bad Cannstatt

mit Dr. Ralf Laternser, Geologe:
Leuze-Brunnen, Schiffmann-Brunnen, Keller-Brunnen, Mombach-Quelle, Au-Quelle, Erbsenbrunnen u.a


Stuttgarter Quellen - Trinkprobe

Video über die Cannstatter Quellen
von Yvonne Arnold, Filmemacherin - Website

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Wegen der Heilquellen gab es in Cannstatt die besten Ärzte Europas und die erste Hautklinik Deutschlands, ev. sogar Europas.

Risiko Lösungsmittel


Das Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart engagiert sich für sauberes Grundwasser. Doch der Stuttgarter Gemeinderat scheint nichts zu lernen.

Die Stadt riskiert die Zerstörung unserer Mineralquellen

Tief unten

bei Mineralquellen, Nesenbachdüker und Grundwasser - Kontext, 5.4.2017

Die Wilhelma ist auf Mineralwasser angewiesen

Die Wilhelma nutzt ihr niederkonzentriertes Mineralwasser als Brauchwasser und deckt damit 90% des Eigenbedarfs - rund 1,05 Millionen m3 pro Jahr. 450.000 m3 davon stammen aus dem Brunnen im Maurischen Garten, 550.000 aus der Auquelle und 50.000 aus dem Bellevue-Brunnen - Wilhelma Live, Sommer 2015

Gefährdung der Mineralquellen

in Stuttgart durch das Projekt S21, Wolfgang Isele, Redebeitrag, 6.6.2013, WKV

Stuttgart 21 und die Risiken
für das Mineralwasser mit Prof. Thomanetz
. Stuttgart 21: 139. Montagsdemo am 10.09.12 in Bad Cannstatt Kurpark -"Wasser unter Druck"


Mombachquelle Mineralwasser-Führung
zu den Brunnen in Bad Cannstatt


Grundwasser und Mineralquellen stehen miteinander in Verbindung.
Anhand des Videos wird deutlich, dass zwischen Grundwasser- und Mineralwasserschichten Verbindung besteht. Video Text